Mühlfeld Immobilien OHG

 

14. Juni 2019

Klimasteuer und Wohnen: Warum es keine einfachen Lösungen gibt!

Die Zeit schreibt in Ausgabe 24/2019, dass die Kohlendioxidsteuer der kosteneffektivste Hebel sei, um die Emission von Kohlendioxid zu reduzieren. Jedenfalls hätten sich im Januar 2019 3.500 amerikanische Ökonomen im Wall Street Journal dafür ausgesprochen. Und auch in Deutschland gebe es für diese Steuer immer mehr Befürworter.

Die Steuer solle bewirken, dass Menschen quasi automatisch ihr Geld für klimaschonende Dinge ausgeben. Damit die Leute darüber nicht arm würden und der Staat reich würde, sollen die Einnahmen aus der Steuer als Pro-Kopf-Pauschale an die Menschen zurückgehen. Wer also besonders wenig Kohlendioxid ausstoße, könne am Ende sogar profitieren, weil er mehr ausgezahlt bekäme, als er selbst zahlen müsse. Wer viel Kohlendioxid ausstoße, der verliere. Dem Ganzen liege die Annahme zu Grunde, dass derjenige mehr Kohlendioxid verursacht, der mehr verdient. Die Steuer sei also nicht nur der Weg zur Klimarettung, sondern auch sozial gerecht.

Die Zeit fragt, ob es sein könne, dass eine Steuer, bei der es eigentlich ums Klima gehe, auch noch die Verteilung verschönern könne? Ein Beispiel aus der Immobilienwirtschaft zeigt, dass eine Klimasteuer zwar eine Verhaltensänderung herbeiführen könnte, aber noch lange nicht alle Aufgaben löst. Demnach wären die Leidtragenden insbesondere diejenigen mit einer Ölheizung und statistisch gesehen gäbe es diese auf dem Land fast dreimal so oft wie in der Stadt. Dazu käme, dass man auf dem Land schwieriger aufs Auto verzichten könne, was die Sache ebenfalls teurer machen würde. Eine Umverteilung vom Land zur Stadt wäre die Folge.

Wir von Mühlfeld Immobilien halten fest, dass dies vor allem in Zeiten von Wohnraumnot in Ballungsräumen keine positive Entwicklung darstellen würde. Wir unterstützen zwar den Klimasteuer-Gedanken, sehen aber, dass unsere Welt zu komplex für einfache bzw. allumfassende Lösungen ist.


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